| Interview Hamburg
2004-10-17
Aziz Acharki:
Nervös war ich nicht - natürlich habe ich gehofft das wir
noch klarer gewinnen werden, aber trotz des 4:3 bin ich sehr
zufrieden, da wir viele starke Leute wegen Verletzungen zu
Hause haben lassen müssen. Das recht junge Team, das wir mitgenommen
haben, hat sich tapfer geschlagen und die Kämpfer/innen haben
souverän ihre Kämpfe gewonnen, haben ihr Bestes gegeben. Vielleicht
bei einem oder anderem Kampf hätten wir besser ausschauen
können. Bei der nächsten Begegnung können wir dann noch besser
sein und ich hoffe dass wir ins Finale kommen und die Meisterschaft
für uns entscheiden. Die wichtigste Begegnung wird für mich
dann der Kampf gegen den Nachbarn aus Swisttal sein.
Nouh Elkasmi:
Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Mich freut es sehr,
dass mein Trainer auch mit meiner Leistung zufrieden ist.
Der Kampf war hart, aber ich konnte es gut gestalten. Ich
muss mehr an meiner Kondition arbeiten, denn in der dritten
Runde war ich schon ziemlich platt – es hätte ansonsten noch
besser sein können.
Die Halle war gut besetzt aber die Zuschauer haben nicht so
richtig mitgefiebert, was mich ein bißchen gewundert hat,
denn die Halle war ziemlich voll besetzt. Bei der letzen Begegnung
fand ich die Unterstützung der Zuschauer besser (Heimbegegnung
in Bonn gegen KG Blitz).
Helena Fromm:
Die Begegnung hat mir Spaß gemacht, es war schon ganz gut.
Mit mir bin ich nicht zufrieden, denn ich habe heute verloren,
obwohl ich mir vorgenommen habe gegen Leslie zu gewinnen,
aber es hat leider nicht so geklappt. Ich habe meine Gegnerin
bei der Militärweltmeisterschaft kämpfen sehen und habe gedacht
"gegen die gewinnst du". Ich war auch sehr motiviert
gegen sie zu gewinnen, aber es war dann heute alles irgendwie
anders und hat nicht so geklappt wie ich es mir vorgestellt
habe. Sie hatte natürlich mehr Erfahrung, denn ich bin erst
gerade zu den Senioren hochgegangen, aber ich dachte ich gewinne
gegen sie. Ich hätte mehr nachsetzen müssen, die größere Reichweite
ausnutzen und mehr auf Kopftreffer gehen sollen. Die Atmosphäre
in der Halle war gut.
Halima Elkasmi:
Ich bin mit mir eigentlich nicht zufrieden, denn ich habe
meine Füße kaum hochgekriegt, ich habe viele Fehler von meiner
Kontrahentin nicht ausgenutzt. Ich habe schon Mal vor kurzem
gegen sie gekämpft und damals habe ich ihr keine Chance gelassen.
Ich habe ihr zu viele Möglichkeiten zu Treffern gegeben: bin
stehen geblieben, bin nicht ausgewichen und habe nicht direkt
gekontert.
Ich hoffe dass die Bundesliga sich etabliert und Taekwondo
auch im Fernsehen übertragen wird. Ich hoffe natürlich, dass
wir Deutscher Meister werden.
Mohamed Azhamriue:
Mein Kampf war heute nicht so, wie ich es mir vorgenommen
habe, aber man kann nichts machen. Es kamen mehrere Sachen
zusammen: Verletzung, Ramadan. Ich bin während des Kampfes
umgeknickt. Der Gegner war gut, aber den kann man, muss man
packen. Ich denke, in erster Linie, war mein Kopf nicht frei.
Nächstes Mal wird es besser.
Aram Tsatourian:
Ich bin zufrieden - zweiter Kampf, zweites Mal gewonnen. Wir
haben eine gute Mannschaft und wir versuchen das Beste daraus
zu holen, damit wir Meister werden.
Auf die Frage zum Kampfstil...
Also, wie soll ich es sagen. Einen besonderen Kampfstil habe
ich nicht. Ich versuche in der ersten Runde meinen Gegner
zu studieren und dann passe ich mich an oder versuche dem
Gegner meiner Art aufzudrängen, so dass der Kampf verläuft
wie ich es möchte. Ich finde, dass es mir heute gelungen ist.
Mehr Spaß machen mir die Bundesligakämpfe als normale Turniere,
weil man sich immer auf einen Kampf konzentriert, man versucht
in dem Kampf alles zu geben. Von den Zuschauern, von dem ganzen
Flair her, ist es eigentlich ganz angenehm. Ist auch nicht
so anstrengend wie bei einem großen Internationalen Turnier.
Hacik Bozukyan:
Ich bin mit der Mannschaft zufrieden. Wir haben auch mit den
Ersatzleuten gewonnen und zwar gegen einen der Hauptkonkurrenten
auf dem Weg ins Finale. Der Sieg hätte vielleicht deutlicher
ausfallen können, aber wir sind zufrieden. Die Sharks waren
tolle und freundliche Gastgeber – vergangenes Jahr war es
auch so. Die wichtigste Begegnung wird aber wahrscheinlich
gegen das Team aus Swisttal sein. In diesem Jahr gibt es für
uns nur ein Ziel – Deutscher Meister. |