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Am 14. August 2004 fand in Leipzig die erste Begegnung
der neuen Bundesligasaison statt. Es standen sich Liganeuling
„Team Sachsen“ und die Vizemeister der ersten Saison 2003/04,
die „SHARKS Hamburg“ gegenüber.
Quelle: DTL
Der Präsident der Taekwondo Union Sachsen, Rolf Heinze,
eröffnete offiziell die neue Liga-Saison und begrüßte die
Sportler, Betreuer und leider nicht sehr zahlreich erschienenen
Zuschauer. Anschließend sprach auch der Sportdirektor der
DTU und Ligavorsitzende der DTL, Udo Wilke, ein paar Worte.
Die Wettkampfleitung übernahm Bundeskampfrichter Erwin Buchner-Scherr.
Insgesamt 7 Kämpfe in den von der Ligaordnung vorgeschriebenen
Gewichtsklassen wurden ausgetragen.
Schon nach dem ersten Kampf wurde der Leistungsunterschied
zwischen den Mannschaften deutlich. Während die Hamburger
ein sehr gutes Auge hatten und teilweise sicher nur halbe
Kraft einsetzten, mußten sich die Sachsen ersteinmal mit der
neuen Atmosphäre der Bundesliga anfreunden. Sicher verursachte
auch der Respekt vor dem Gegner etwas Lampenfieber und Nervosität
bei den Kämpfern, sodaß sie oft wie gelähmt auf der Fläche
standen und dadurch Treffer kassierten.

Die Hamburger gingen also gleich in Führung, welche sie Kampf
für Kampf kontinuierlich ausbauten. Trotzdem gaben sich die
Sachsen nicht gleich geschlagen und versuchten trotz ihrer
teilweise defensiven Kampfhaltung überlegt Punkte zu holen.
Gegen die Schnelligkeit der Hamburger kamen sie jedoch nicht
an.
Der Kampf der Damen bis 55 kg gab den Sachsen noch einmal
die Hoffnung, einen Kampf dieser Begegnung zu gewinnen. Durch
gezielte Push- Kicks und Dwit-Chagis konnte Sachsens Kämpferin
Livija Ham ihre Gegnerin Claudia Schütter auf Distanz halten,
mit Anschlußtechniken punkten und letztendlich diesen Kampf
für sich und ihr Team entscheiden. Die Hamburger nahmen aus
dieser Begegnung, die also 1:6 endete, 2 Punkte mit nach Hause,
die Gastgeber gingen leer aus.

Dennoch müssen sich die Sachsen nicht verstecken,
denn das Team der Sharks besteht aus weitaus erfahreneren
Kämpfern, die schon viele Erfolge auf nationaler und internationaler
Ebene verzeichnen können. Das Team Sachsen ist die bis jetzt
einzige ostdeutsche Mannschaft, die sich getraut hat, in die
Liga einzusteigen. Mut ist sicherlich ein wichtiger Aspekt,
wenn es um den Aufbau der Liga geht, denn je mehr Mannschaften
sich trauen, umso mehr besteht auch die Chance, später ein
System zu haben, in dem Auf- und Abstiege möglich sind. Gemessen
an solch einem komplexen Liga-System, wie beispielsweise im
Fußball, sind die beiden Teams dieser Begegnung sicher nicht
in der selben Liga anzusiedeln, aber vielleicht sieht es ja
bei der Rückrunde in Hamburg schon besser aus...

Wir freuen uns auf die nächste Begegnung in Nottuln am 04.
September 2004: KG Rhein-Ruhr-Westfalen vs. Team Sachsen.
Nadja Heinze
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